Ungeeignete Nahrungsmittel für Haustiere

Nur weil Sie etwas essen, heißt das noch lange nicht, dass lhr Haustier es auch essen sollte. Unten finden Sie eine Liste von Nahrungsmitteln und Getränken, die für Haustiere lebensgefährlich sein können.

Alkoholische Getränke

Alkoholische Getränke und Lebensmittel, die Alkohol enthalten, können zu Erbrechen, Durchfall, Koordinationsstörungen, ZNS-Depression, Atembeschwerden, Krämpfen, Blutübersäuerung, Koma und sogar zum Tod führen.

Avocado

Blätter, Fruchtfleisch, Samen und Rinde von Avocados enthalten Persin, das bei Hunden Erbrechen und Durchfall hervorrufen kann. Vögel und Nager reagieren bei einer Avocado-Vergiftung besonders empfindlich und können Symptome wie Blutstau, Atembeschwerden und Flüssigkeitsansammlung um das Herz zeigen oder gar sterben. In einigen Fällen kann dies sogar tödlich enden.

Macadamianüsse

Macadamianüsse sind häufig in Plätzchen und Süßigkeiten enthalten. Diese Nüsse können bei Hunden zu Schwächeanfällen, Depressionen, Erbrechen, Krämpfen und Hitzschlag führen. Die Symptome treten gewöhnlich innerhalb von 12 Stunden nach Verzehr ein und dauern ca.12 bis 48 Stunden an.

Weintrauben und Rosinen

Diese Früchte können zu Nierenversagen führen. Bei Haustieren, die bereits bestimmte gesundheitliche Probleme aufweisen, können die Auswirkungen sogar weitaus dramatischer sein.

Hefeteig

Hefeteig kann im Verdauungstrakt Ihres Tieres gären und zu Blähungen führen. Diese können nicht nur schmerzhaft sein, sondern sogar zu einem Magenriss oder Darmbruch führen. Da der Teig nach dem Backen nicht mehr gärt, können Haustiere kleine Brotstücke unbedenklich als Leckerchen verzehren. Allerdings sollten diese nicht mehr als 5-10 % der täglichen Kalorienzufuhr Ihres Tieres ausmachen.

Xylit

Viele Produkte enthalten den Zuckeraustauschstoff Xylit, u. a. Kaugummi, Süßigkeiten, Backwaren und Zahnpasta. Bei den meisten Tieren kann dieser Stoff die Freisetzung von Insulin bewirken, was wiederum Leberversagen zur Folge haben kann. Der Anstieg des Insulinspiegels führt zu Hypoglykämie (niedriger Blutzucker). Erste Anzeichen für eine Vergiftung sind Erbrechen, Lethargie und Koordinationsstörungen sowie Krämpfe. Erhöhte Leberwerte und Leberversagen treten innerhalb weniger Tage auf.

Zwiebeln, Knoblauch, Schnittlauch

Diese Gemüsesorten bzw. Kräuter können Reizungen im Magen-Darm-Bereich und eine lebensbedrohliche Blutbildveränderung hervorrufen. Obwohl Katzen anfälliger sind, besteht auch für Hunde ein Risiko, wenn sie eine entsprechend große Menge verzehren. Der Vergiftungsgrad wird in der Regel über klinische Symptome sowie eine mikroskopische Bestätigung sogenannter Heinz-Körper diagnostiziert. Eine gelegentliche geringe Dosis, wie sie auch in Tierfutter oder Leckerchen zu finden ist, ruft normalerweise keine Probleme hervor. Wir empfehlen Ihnen jedoch, Ihren Haustieren keine größeren Mengen dieser Lebensmittel zu geben.

Salz

Größere Mengen an Salz können bei Haustieren zu übermäßigem Durst und Wasserlassen führen und sogar eine Natriumvergiftung hervorrufen. Symptome wie Erbrechen, Durchfall, Depressionen, Krampfanfälle und erhöhte Körpertemperatur können darauf hindeuten, dass Ihr Tier unter Umständen zu viel salzhaltige Lebensmittel gefressen hat. Im Extremfall kann es sogar zum Tod Ihres Tieres kommen.

Schokolade

Schokolade ist schlecht für Hunde – Tierärzte sagen sogar, es sei Gift für sie. Das liegt an dem Inhaltsstoff Theobromin, einem Stimulans, das auf das zentrale Nervensystem des Tieres einwirkt und zu Krämpfen, Dehydration (durch übermäßiges Wasserlassen) sowie zu ernsthaften Herzproblemen führen kann. Je dunkler die Schokolade ist, desto mehr Theobromin enthält sie. Vollmilchschokolade ist demnach weniger giftig für Ihr Tier als dunkle Schokolade, während Backschokolade am gefährlichsten ist. Die Symptome reichen von Erbrechen, Durchfall, Hyperaktivität und Muskelzucken bis hin zu Krampfanfällen. Bei Verdacht auf eine Theobrominvergiftung ist umgehend ein Tierarzt aufzusuchen.

Weitere ungeeignete Lebensmittel

Sprechen Sie mit Ihrem Tierarzt, der Ihnen sicher gern erklären wird, warum bestimmte Nahrungsmittel für Haustiere ungeeignet oder sogar lebensgefährlich sein können. Nehmen Sie die Ernährung Ihres Tieres auf keinen Fall auf die leichte Schulter.